← Zurück zum Journal
Amazon3 min

Amazon A+ Content: Warum 90% der Brands es falsch machen

A+ Content kann deine Conversion um 20% heben. Oder nichts ändern. Der Unterschied ist nicht Design. Es ist, was du überhaupt in die Module packst.

Edwin Wenzlaff

Edwin Wenzlaff

CEO & Founder·

Aceto Balsamico Produktbild mit Premium-Präsentation

Amazon sagt offiziell, A+ Content kann Conversion um 10-20% heben. In der Praxis sieht man den vollen Swing: manche Listings gewinnen 20%+, andere bewegen sich nicht.

Der Unterschied ist nicht das Design. Es gibt A+-Module, die aussehen wie aus einer Agentur von 2009 und trotzdem liefern. Und Premium-Designs, die nichts bewegen.

Der Unterschied ist was in den Modulen steht. Und welche Module du überhaupt wählst.

Die 6 Module, die wirklich konvertieren

1. Problem-Solution-Block (Modul 1) Nicht das Produkt. Das Problem, das es löst. In einem Satz. Wenn der Käufer scrollt, muss er in 2 Sekunden checken: "ja, das ist mein Problem". Wenn dein Modul 1 mit Produktname und Features anfängt, hast du schon verloren.

2. Before/After oder Vergleichs-Modul Visueller Unterschied = höchste Aufmerksamkeits-Kurve. Entweder echter Before/After (bei Beauty, Cleaning, Fitness) oder Vergleich gegen "so machen's die anderen". Zahlen helfen: "Normales X: Y. Unser X: Z".

3. Storytelling-Block mit Foto des Founders Menschen kaufen Marken, nicht Produkte. Eine echte Person, die sagt warum sie das gebaut hat, schlägt jedes Marketing-Versprechen. Besonders bei D2C-Brands unter 5M Umsatz.

4. Anwendungs-Sequenz (3-4 Schritte) "So nutzt du es" visualisiert in 3-4 Frames. Reduziert Kauf-Angst. Niemand kauft was kompliziertes online.

5. Zahlen / Benefits-Grid 4-6 Kästchen mit konkreten Zahlen: "48h Wirkung", "zertifiziert in DE", "0 Zucker". Keine weichen Adjektive. Zahlen und Siegel.

6. Full-Width-Banner mit Claim am Ende Ein starker Satz als Kauf-Trigger, visuell dominant. Nicht "Jetzt kaufen". Sondern etwas Emotionales: "Weil du wenig Zeit hast und trotzdem gut aussehen willst."

Die 3 Module, die Platzverschwendung sind

1. Das "Über uns"-Modul auf Position 1 Die meisten Brands öffnen mit "Unsere Geschichte". Niemand auf Amazon will deine Geschichte, bevor er weiß was du verkaufst. Das ist Modul 7 oder 8, nicht 1.

2. Feature-Auflistung ohne Context Eine Liste mit 12 Features ist kein A+ Content, das ist eine Betriebsanleitung. Features müssen an Benefits gekoppelt sein. "150 ml" ist kein Feature. "Reicht für 3 Monate tägliche Anwendung" ist ein Benefit.

3. Das 6. und 7. Modul Die meisten Brands bauen A+ Content so lang wie möglich. Falsch. Nach dem 5. Modul scrollen 70% weiter oder weg. Module 6-7 werden von fast niemand gesehen. Konzentriere die Kraft auf Module 1-5.

Was die Analytics-Daten zeigen

Aus Amazon Brand Analytics und öffentlich diskutierten Seller-Daten zeichnet sich ein klares Muster ab:

  • Module 1 und 2 werden von ~95% angeschaut
  • Modul 3 und 4 noch von ~70%
  • Modul 5 von ~45%
  • Modul 6-7 von <20%

Du willst nicht Modul 6 haben. Du willst Modul 1 haben, das so stark ist, dass es kauft.

Der Fehler, den 90% machen

Sie bauen A+ Content wie eine Produkt-Broschüre. Von oben nach unten informativ. Nice, aber nicht überzeugend.

A+ Content ist Conversion-Tool. Jedes Modul muss eine Hürde zum Kauf abbauen. Jedes Modul muss einen Einwand beantworten. Wenn dein Modul keinen Einwand adressiert und keine Hürde abbaut, ist es Deko.

Deko kauft nicht.

Wie wir bei NIU-ERA vorgehen

Wir starten nicht mit Design. Wir starten mit: "Was sind die 5 wichtigsten Einwände deiner Zielgruppe?" Dann bauen wir für jeden Einwand ein Modul. Design kommt zuletzt.

Strategie zuerst, Design danach. Genau dort, wo bei den meisten A+-Projekten die Reihenfolge vertauscht ist, liegt der Conversion-Unterschied.

Mehr dazu: Amazon Produktbilder & A+ Content →

[ Written by ]

Edwin Wenzlaff

Edwin Wenzlaff

CEO & Founder

Edwin denkt in Systemen und Marktwirkung. Verbindet Content mit Business-Outcome. Schreibt strategisch, visionär, mit Pointe.